Murnau-Werdenfelser Rinder, eine Rasse vom Aussterben bedroht

Murnau-Werdenfelser Rinder, eine Rasse vom Aussterben bedroht

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„Wir haben das im Pschorr ganz am Anfang öfter mal gehabt, dass die Leute sagen: Irgendwas stimmt mit dem Fleisch nicht, das schmeckt ja irgendwie nach was!“ – Jürgen Lochbihler, Inhaber des Wirtshauses Pschorr in München

Murnau-Werdenfelser Rinder in Deutschland

Dem Ursprung dieses geschmacksintensiven Fleisches sind wir in der fünften und letzten Etappe der Epic Meat Tour auf den Grund gegangen. Hierfür haben wir Jürgen Lochbihler aufgesucht, der uns von seiner Erfolgsgeschichte, die vom Aussterben bedrohte Rinderrasse Murnau-Werdenfelser Rinder zu retten, berichtet.

In den letzten Jahrzehnten kam es zu einer starken Reduktion der Anzahl von Murnau-Werdenfelser Rinder in Deutschland. Vor etwa 100 Jahren gab es ca. 60.000 Murnau-Werdenfelser Rinder allein in Bayern und 60 Jahre später wurden nicht mal mehr 200 gezählt. Grund dafür ist die zu geringe Milch- und Fleischnutzung, welche die Tiere bieten können. Durch das stark wirtschaftliche Denken in den 70er Jahren wurde die Rasse durch andere Tiere ersetzte, bei denen eine höhere Milch- und Fleischnutzung möglich war.

Das Fleisch der Murnau-Werdenfelser bietet intensiven Geschmack

Lochbihler hat sich als Ziel gesetzt der sinkenden Zahl der Murnau-Werdenfelser Rinder entgegenzuwirken und hat es mit seinen Partnerlandwirten tatsächlich geschafft, dass die Tiere nicht nur auf den Weiden der Landwirte, sondern auch auf den Speisekarten wieder öfter zu finden sind. Hierfür wurde unter anderem der Murnau-Werdenfelser Verein gegründet. Der Auslöser für all das war eine Fleischempfehlung an Lochbihler von einem Landwirt, welcher die Rinderrasse züchtet. Nachdem Lochbihler das Fleisch getestet hatte, wollte er an diesem Geschmackserlebnis festhalten und entschied sich nicht nur dazu das geschmacksintensive Fleisch in seine Speisekarte aufzunehmen, sondern auch das Aussterben der Tiere zu verhindern. Sein Ziel war es die Landwirte zu belohnen, welche sich trotz der möglichen finanziellen Rückschläge für die Murnau-Werdenfelser Rinder entschieden. Aufgrund dessen zahlt Lochbihler den Landwirten einen höheren Preis für das Fleisch dieser Rinder mit der Begründung, dass besonderes Fleisch auch etwas teurer sein darf.

Bei unserem Besuch in Bayern hat Lochbihler uns zu einem seiner Landwirte mitgenommen. Josef Schmid wollte sich der Herausforderung annehmen die heimischen Murnau-Werdenfelser Rinder zu züchten. Auch Schmid hat zunächst viel Widerspruch von außen erhalten, doch für ihn war es die richtige Entscheidung und nun grasen seine Murnau-Werdenfelser Rinder glücklich das ganze Jahr über auf seinen Weiden.

Lochbihler und Schmid legen besonders Wert auf ein schönes und langes Leben der Rinder, denn sie sind der Meinung, dass sich das Alter sowie das Leben eines Tieres in seinem Fleisch widerspiegelt. Somit macht nicht nur das intramuskuläre Fett das Fleisch der Murnau-Werdenfelser Rinder zu etwas ganz Besonderem, sondern auch die Geschichte und das Alter des Tieres.

So wird das Fleisch der Murnau-Werdenfelser zubereitet

Zubereitet haben wir dieses Mal gleich drei Cuts, ein Filet (auch Lende genannt), ein Flank Steak sowie ein Rib Eye auf der Grillplatte des Advantage 345S Gasgrills. Unser Tipp: Damit das Fleisch nicht kleben bleibt, kann man den Fettrand des Fleisches zunächst etwas über der heißen Grillplatte auslassen. Nachdem die Cuts scharf auf der Grillplatte angebraten worden sind, sollten sie noch weitere 10 Minuten auf die indirekte Zone gelegt werden. Beim Geschmackstest können die Cuts mit ihrem kräftigen Fleischgeschmack überzeugen, schau Dir hierzu gerne das ganze Video an.

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Hot Tip: Du möchtest dich selbst von diesem kräftigen Fleischgeschmack der Murnau-Werdenfelser Rinder überzeugen? Dann schau beim Fleischglückshop vorbei und probiere es selbst.
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Hot Tip: Hier findest du noch weitere Informationen zum Flank Steak, Filet und Rib Eye sowie zu den weiteren Beef Cuts.

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